Er spielt Trompete, Klavier, Gitarre, Posaune, Tenorhorn, Waldhorn, Schlagzeug und Hackbrett. Michael Kavelar hat mit acht Jahren die Welt der Musikinstrumente für sich entdeckt. Inzwischen bereichert er schon die Hälfte seines bisherigen Lebens die Lichtblicke Bühne mit seinen exzentrischen Ausbrüchen. Manche fangen klein an – Michael Kavelar und seine Bands Ruhestö(h)rung und Phondue haben von Anfang an die großen Bühnen im Visier gehabt. Zur Seite steht ihnen eine makellose, voluminöse, herzerweichende weibliche Stimme. Sie gehört Band-Sängerin Kathrin Steiner.



Michael Kavelar und Kathrin Steiner proben für den großen Auftritt



„Frau Steiner, wie arbeitet es sich mit so einem Tausendsassa, wie Herrn Kavelar?“

Kathrin Steiner: „Mit ihm wird jede Bandprobe zum Erlebnis. Er bringt aber auch Struktur rein, das ist wichtig. Was auf der Bühne vielleicht locker und entspannt aussieht, ist das Ergebnis konzentrierter Proben. Und dass uns allen dabei nicht die Lust vergeht, dafür sorgt Michi schon.“ (lacht)

„Herr Kavelar, Sie sind bekannt dafür, mit Ihren Bands für Stimmung zu sorgen. Wie gehen Kavelar und Corona da zusammen?“

Michael Kavelar: „Wir sorgen für Ausgelassenheit im Kopf. Ich werde mich mit dem Animieren in diesem Jahr etwas zurückhalten. Um nicht Gefahr zu laufen, dass sich die Abstände verringern und ein wilder Tumult im Saal herrscht. Die Liedauswahl ist trotzdem auf Stimmung ausgelegt und die Konzertbesucher dürfen auf ihren Stühlen ekstatisch mitwippen.“ (grinst schelmisch)

„In drei Worten – was wird die Zuschauer erwarten?“

Michael Kavelar: „Ein geiler Abend!“

„Frau Steiner, was lieben Sie am Lichtblicke Fan-Publikum?“

Kathrin Steiner: „Dass sie immer wieder kommen. Die lange Warteschlange am ersten Verkaufstag ist ein großes Kompliment! Und während des Konzerts entstehen manche Situationen nur, weil das Publikum da ist. Wir improvisieren gern mit den Leuten, freuen uns über Applaus und Lacher außer der Reihe. Manchmal muss man auch über sich selbst lachen, wenn etwas schief geht zum Beispiel.“

„Improvisation gehört definitiv zu jeder Ihrer Live-Shows, denn das macht es gerade spannend! Herr Kavelar, was war bisher der aufregendste Zwischenfall?“

Michael Kavelar: „Ein Mitwirkender hat in der Pause versehentlich ein Saxophon umgeschmissen und zerstört. Zum Glück saß im Publikum eine Bekannte, die bereit war ihr eigenes Saxophon zur Verfügung zu stellen. Sie ist extra nach Hause gefahren, um es zu holen. Wir haben dann kurzfristig die Reihenfolge der Bands geändert.“

„Frau Steiner, bringt Sie so etwas gesanglich aus der Ruhe? Und dürfen Sie mir schon einen Song verraten, den Sie diesmal singen werden?“

Kathrin Steiner: „Zum Glück steht man nicht allein auf der Bühne. (lacht) Mit den Musikern um mich herum lässt sich alles rocken. Ich freue mich jetzt schon darauf, mit Ruhestö(h)rung „Eye of the Tiger“ zu singen.“

„Was werden wir noch hören, Herr Kavelar?“

Michael Kavelar: „Ich verrate es Ihnen, aber gehen Sie damit bitte nicht zur Presse! Wir spielen zum Beispiel noch „Son of a preacher man“ oder „Fat Bottomed Girls“. Aber psssst…“

„Vielen Dank für das Interview. Und an alle, die am 23. und 24. Oktober ins Garchinger Bürgerhaus zu den Konzerten kommen: Zeigen Sie sich bitte überrascht, wenn die beiden Lieder gespielt werden. Herzlichen Dank!“

Sophie Kompe