Beflügelt von der Resonanz auf das erste Konzert, beschließen die Organisatoren, das Lichtblicke Konzert in einem jährlichen Turnus weiter zu führen. Am 05. Oktober 2002 findet deshalb das zweite Benefizkonzert im Bürgerhaus Unter- schleißheimstatt.Bereits300 Besucher können gezählt werden, die eine Summe von 3.050 Euro spenden. Im Zuge der großen Flut- katastrophe in Deutschland geht das Geld an eine Kindertagesstätte in Bitterfeld, die mit Hilfe von Spenden einen Ersatz für das total zerstörte Haus bauen kann. Mitglieder des Jugendparlaments reisen selbst nach Bitterfeld, um sich ein Bild von der Lage zu machen und den Scheck zu übergeben. Das Schulorchester des Carl- Orff-Gymnasiumssowiedie Band Divad unterstützen als Gäste das Konzert.
 

Artikel zum Benefizkonzert 2002

mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkur und der Süddeutschen Zeitung

Lichtblicke für Kinderhaus Jupa organisiert Benefizkonzert und hilft Flutopfern in Jeßnitz

Unterschleißheim – Das Jugendparlament (Jupa) Unterschleißheim lud zum zweiten Benefizkonzert „Lichtblicke“ ein und das Spenden-Ergebnis das Vorjahres konnte mehr als verdreifacht werden: Damals waren für die Kinder Afghanistans rund 1600 Mark zusammengekommen; heuer waren es exakt 3000 Euro – also etwa 6000 Mark – für ein vom Hochwasser zerstörtes Kinderhaus in Jeßnitz bei Bitterfeld. Dabei hatte sich Benjamin Krückl, der für die Konzeption, Umsetzung und Moderation verantwortlich war, vor Beginn des Konzerts noch Sorgen gemacht, ob auch genug Leute kommen. Doch die waren überflüssig, denn der Saal im Bürgerhaus war sehr gut besucht. Brav ignorierten die Besucher den kostenlosen Eintritt und zückten die Geldbeutel um zu spenden. Etwas wackelig fiel der musikalische Auftakt „Pomp and Circumstance“ aus, aber die Aufregung war nach diesem ersten Stück verflogen. Alle Musiker und Sänger boten eine reife Leistung. Das Programm war vielseitig: vom strahlend-feierlichen Haydn und einem leicht und verträumt anmutenden Mozart über temperamentvolle „Slawische Fantasien“ von Carl Höhne bis hin zu verführerisch-fröhlichen Tangos und feurigen Melodien aus „Carmen“ – schon der erste Teil des Konzerts mit klassischem Schwerpunkt überzeugte. Doch die Jugend kann natürlich auch flotter und moderner: Nach der Pause gab es zum Beispiel den Ohrwurm „Only You“, den Reinhard Fendrich-Song „Es tut so weh, wenn man verliert“, das „I´ve got rythm“ ein wenig Folklore bei „Cucurrucucu Paloma“ satten Band-Sound bei „Music“ von John Miles. Auch Eigenkompositionen gab es zu hören, wie „Superhero“ und „Nothing but a dreamer“ von den „Divad“-Musikern oder den, von „Phondue“ arrangierten Titel „Crying in the rain“. Als Motto hatte man sich die afrikanische Lebensweisheit „Viele kleine Leute, die in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern“ ausgesucht – und die Mitglieder des Jupa bewirkten mit dem Konzert „Lichtblicke 2002“ viel. Neben Studenten der Musikhochschule Würzburg standen ausnahmslos Unterschleißheimer Talente auf der Bühne: Blechbläserquartett, Band, Orchester des Carl-Orff-Gymnasiums, Klarinettenquartett der Stadtkapelle, „Divad“, „Phondue“ und eine A cappella Chor – sie alle sangen und spielten für Gunhild und Manfred Menzel, die in Jeßnitz vor zerstörtem Mobiliar und rettungslos durchnässten Böden eines Kinderhauses stehen. „Das wird schon wieder“, hofft Gunhild Menzel, wie Benjamin Krückl erzählte, der auf einer Leinwand Fotos von den Schäden am Kinderhaus zeigte. Sein Appell „Deswegen sind wir heute alle hier: Damit´s wieder wird“, verklang nicht ungehört. (Münchner Merkur)

Wenn man alles verliert Benefizkonzert des Jugendparlaments für Flutopfer

Unterschleißheim – „Es tut so weh, wenn man verliert“, heißt ein Song von Reinhard Fendrich. Damit denen, die bei der großen Flut teilweise alles verloren haben, wirksam geholfen werden kann, veranstaltete das Jugendparlament Unterschleißheim ein Benefizkonzert zugunsten der Flutopfer. Das Schulorchester des Carl-Orff-Gymnasiums unter der Leitung von Hans-Joachim Hartje spielte zusammen mit Musikern der Musikhochschule Würzburg, dem Klarinettenquartett der Stadtkapelle Unterschleißheim, dem A Capella Chor und drei weiteren Ensembles Musik diverser Richtungen vom klassischem Flötenkonzert bis zum Rock-Evergreen. Das Bürgerhaus Unterschleißheim war sehr gut besetzt. Zur Aufführung kamen richtige Ohrwürmer wie Edward Elgars Marsch „Pomp and Circumsstances“, Georges Bizets „Habanere“ aus Carmen und der Hit „Music“ von John Miles. Das Blechbläser-Quartett intonierte das gute alte „I´ve got rythm“; Anna Hauner vom Carl-Orff-Gymnasium beeindruckte bei Haydns Klavierkonzert Nr. 11, aus dem sie den ersten Satz spielte. Das Vokalensemble sang „Only You“ sowie einen Peter-Kreuder-Schlager, der zum Evergreen wurde: „Ich wollt, ich wär ein Huhn“, und die Formation „Phondue“ wagte sich an Eric Clapton („Tears in Heaven“) und Rainhard Fendrich. Zusätzlich zum Konzert wurde eine Ausstellung gezeigt. Die Moderation hatte Benjamin Krückl. (Süddeutsche Zeitung)