Mit Musik etwas Gutes tun – dieses Bestreben ist der Anlass für die Lichtblicke Konzerte. Geschockt von der Hilflosigkeit der Kinder in Afghanistan schließen sich junge Menschen zusammen und veranstalten ein Benefizkonzert in der Kirche St. Ulrich. Schon bei dieser Premiere erlebt das Publikum Musik „von Klassik bis Rock“. Bei etwa 100 Besuchern und einer Spendensumme von 3.593,43 DM, sind die Organisatoren von der Spendenbereitschaft und den „Auswirkungen“ der Musik begeistert. Am 15.01.2002 überreicht Benjamin Krückl den Scheck an Edda Zaky von UNICEF.

Der A-Capella Chor mit Benjamin Krückl, Franziska Hierl, Kathrin Reinert, Michael Kavelar

Phondue - mit Tobias Kavelar, Roland Stöhr, Michael Kavelar

Alle Mitwirkenden des Benefizkonzerts beim gemeinsamen Abschlußstück

Pressestimmen zum Benefizkonzert 2001

mit freundlicher Genehmigung des Münchner Merkur und der Süddeutschen Zeitung

Glanzvolle Lichtblicke Jupa-Unterschleißheim: Benefiz-Konzert für afghanische Kinder

Unterschleißheim (mf) – Junge Leute, eine gute Idee, jede Menge Kreativität und großes Engagement für die gute Sache: Ohne diese Zutaten könnte Hoffnung auf Lichtblicke gleich begraben werden. Die Mitglieder des Unterschleißheimer Jugendparlaments (Jupa) zeigten, dass sie Nägel mit Köpfen machen können: Das Benefizkonzert „Lichtblicke“ zugunsten afghanischer Kinder, in einer fast vollen Kirche St. Ulrich, brachte stolze 3593,43 Mark ein. Das Geld wird laut Jupa-Vorsitzenden und Initiator Benjamin Krückl an Unicef überwiesen. In den Spendentopf zahlten aber nicht nur die Konzert-Besucher ein, Krückl hatte vorab 271,15 Mark in örtlichen Geschäften gesammelt, und der Stadtrat ließ beim Jahresabschlussessen den Hut kreisen, was 1160 Mark brachte. „Erschrecken Sie nicht, wenn Sie auch fröhliche Lieder hören“, warnte Krückl das Publikum gut gelaunt vor. Man wolle nicht nur nachdenkliche Musik bieten, denn „es soll auch ein zuversichtlicher Abend sein“. Man verzichtete auch auf grausame Dias von den Kriegsopfern. „Bilder von der Grausamkeit brauchen wir nicht zu zeigen, die kennen wir. Wir wollen, dass Licht und Hoffnung durchscheint“, sagte Krückl. Viele der Musiker stammen aus Unterschleißheim, wie etwa die Jugendlichen der Stadtkapelle Unterschleißheim oder die ehemalige Band „Phondue“. Mittlerweile leben die meisten Künstler zwar irgendwo in Deutschland, fürs Benefiz-Konzert aber kamen sie wieder in ihren Heimatort. Das Repertoire mischte man gut durch: „Wilhelm Tell“ von Gioachino Rossini (Bläserquartett), der Armstrong-Hit „What a wonderfull world“ (Phondue), das Spiritual „Good news“ (A cappella Chor), Austro-Pop „Schlaf´ngehn“ (Michael Kavelar), das weihnachtliche „Feliz Navidad“ (Band&Chor), der spanische Song „Un dia de noviembre“ (Tobias Kavelar) und das romantische „Moon River“ (Klarinettenquartett) gehörten ebenso zum Programm wie Krückls „Caro mio ben“, das er mit weicher Bariton-Stimme zur Orgelbegleitung von Michael Pfeiffer vortrug. Am Ende durften dann alle Gäste mit den Künstlern singen: Mit dem Traditional „Amazin Grace“ fand ein Abend voller musikalischer Lichtblicke einen glanzvollen Schlusspunkt. (Müncher Merkur)

Zuversicht spenden Benefizkonzert des Jugendparlaments Unterschleißheim

Unterschleißheim – „Das Konzert heißt Lichtblicke, weil wir aufzeigen und helfen wollen, nicht den Schrecken immer wieder zeigen, sondern Zuversicht spenden wollen.“ So begrüßte Benjamin Krückl am Donnerstagabend in St. Ulrich die zahlreich erschienenen Zuhörer. Der Vorsitzende des Jugendparlaments Unterschleißheim organisierte mit dem Jugendparlament ein Benefizkonzert für Kinder in Afghanistan. Krückl, der selbst mitwirkt, nimmt die jüngsten Ereignisse als Anlass, zusammen mit Freunden ein musikalisches Projekt für einen guten Zweck zu initiieren. Nach nur sechswöchiger intensiver Probenarbeit ist das musikalische Ergebnis beachtlich. Doch was wohl noch wichtiger ist: Der finanzielle Erfolg des Projekts kann sich sehen lassen: Insgesamt sind 3593,43 Mark zusammengekommen, davon stammen rund 2160 aus Spenden der Konzertbesucher. 1160 Mark spendete der Stadtrat Unterschleißheim und 271 Mark sammelte das Jugendparlament in Unterschleißheimer Geschäften. Die Stimmung beim Konzert selbst scheint sich dem Anlass anzupassen: Die Atmosphäre ist andachtsvoll, aber trotzdem locker und freundlich, Kerzen brennen, und bei kleinen Missgeschicken seitens der Musiker hört man ein warmes, freundliches Lachen. Die jungen Leute haben unter der musikalischen Leitung von Michael Kavelar ein gefälliges Programm aus Gospel, Pop und Klassik zusammengestellt, mit besinnlichen und fröhlichen Stücken. Besonders begeistert zeigt sich das Publikum von dem vierköpfigen a capella-Chor, der bekannte Gospels zum Besten gibt. Obwohl der Chor, wie die meisten anderen Ensembles auch, nur für diesen Abend existiert, ist die Darbietung von hoher musikalischer Qualität. Die kleine Band „Phondue“ interpretiert selbst arrangierte Pop-Stücke wunderschön. Aber auch die klassischen Formationen präsentieren bekannte klassische Werke souverän und gekonnt. So wurde mit diesem Abend nicht nur den Kindern in Afghanistan etwas Gutes getan. Der Abend hat sich auch für das Publikum gelohnt. Und: Gibt es etwas Besseres, als mit schöner Musik gute Werke zu tun? (Süddeutsche Zeitung)